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Viele Eltern wünschen sich schon früh eine gute Betreuung für ihr Kind.
Da Kinder unter drei Jahren besondere Bedürfnisse haben, kommt ihnen die Betreuung in der familienähnlichen Atmosphäre einer Kindertagespflege sehr entgegen.
Während des gesamten Betreuungszeitraumes ist die Tagesmutter/ Tagesvater die Bezugsperson für Ihr Kind.
Die kleinen Gruppen von höchsten fünf Kindern im Regelfall ermöglichen es, sich intensiv mit den Kindern zu beschäftigen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Gleichzeitig erlernen die Kinder in der Gruppe schon früh soziales Verhalten.
Lernen im Alltag
Der gemeinsam erlebte Alltag im familiären Umfeld bietet den Kindern viele Möglichkeiten, intensivere Förderung, Erfahrungen und Wissen vermittelt zu bekommen.
Das Spielen darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Kinder können aber auch Spaß daran haben, alltägliche Aufgaben zu übernehmen.
Kinder beteiligen sich gern an der Essenszubereitung. Beispielsweise einen Kuchen backen. Dann werden gemeinsam die Kinder die nötigen Geräte und Zutaten bereitstellen.
Kinder können beim Abwiegen helfen, die Zutaten in eine Schüssel geben und den Teig mit einem Holzlöffel verrühren.
Dabei lernen die Kinder Gewichtsunterschiede kennen und trainieren ihre Fein- und Grobmotorik.
Außerdem wird während dieser alltäglichen Abläufe die Sprachentwicklung unterstützt. Kinder beschreiben, was sie gerade sehen oder machen und erklären was sie selber tun.
Viele alltägliche Handlungen, wie Wäsche aufhängen, die Spülmaschine ausräumen oder das Bett neu beziehen, sind für kleine Kinder spannende Tätigkeiten. Sie beteiligen sich gerne und können viel dabei lernen.
Zudem stärken alle Tätigkeiten das Selbstwertgefühl, wenn die Erwachsenen sie als echte Hilfe würdigen.
Wichtig ein strukturierter Tagesablauf
Voraussetzung dafür, dass Kinder solche Lernangebote annehmen können, ist ein möglichst strukturierter Tagesablauf, der ihnen Orientierung und Sicherheit gibt.
Er sollte sowohl Aktions- als auch Ruhephasen enthalten sowie regelmäßige und gemeinsame Mahlzeiten.
Ein Vorteil der Kindertagespflege vor allem für die Eltern sind die flexiblen Betreuungszeiten, denn die moderne Arbeitswelt verlangt von ihnen, auf unregelmäßige Arbeitszeiten zu reagieren.
Den Eltern wird es ermöglicht, ihre Kinder nach Absprache bereits frühmorgens, spätabends oder an Wochenenden und Feiertagen in die Obhut der Tagesmutter/ Tagesvater zu geben.
Diese Flexibilität schadet auch dem Kind nicht, denn die familiäre Atmosphäre und der strukturierte Tagesablauf sorgen dafür, dass die Kinder selbst wechselnde Betreuungszeiten nicht als außergewöhnlich empfinden.
Was ist das Besondere an dieser Form der Betreuung?
Eine Betreuungsperson betreut das Kind (oder mehrere Kinder) im Privathaushalt der Familie.
Oft übernimmt sie auch Hausarbeiten, deren Art und Umfang vor dem Betreuungsbeginn
mit der Familie abgesprochen wird.
Eine Betreuung im Privathaushalt ist bei den folgenden Anforderungen besonders geeignet:
- für Familien, die eine verlässliche Betreuung benötigen, etwa weil sie beruflich sehr engagiert sind,
- für Eltern, die ihr Kind in seiner gewohnten Umgebung betreuen lassen möchten, eine individuelle Betreuung suchen,
- für Familien mit mehreren und/oder sehr kleinen Kindern,
- für die Betreuung sehr kleiner Kinder.
Qualifikation der Betreuungsperson
Die Qualifikation von Betreuungspersonen und auch ihre Verfügbarkeit
in der Region ist unterschiedlich.
Viele haben Erfahrung durch die Betreuung ihrer eigenen Kinder,
manche eine entsprechende Berufsausbildung, zum Beispiel
als Kinderpfleger/-in oder Erzieher/-in.
Andere haben sich durch spezielle Fortbildungen vorbereitet.
Kosten und Beschäftigungsarrangements
Eine Betreuungsperson wird in der Regel von der Familie in einer Vollzeitanstellung angestellt.
Die Kosten können je nach Region und der Verfügbarkeit sehr unterschiedlich sein.
Üblich sind zwischen 7 und 11 Euro pro Stunde, zuzüglich
Arbeitgeberbeiträgen zur Kranken- und Rentenversicherung.
Notfallbetreuer kümmern sich um Kinder in Ausnahmesituationen,
zum Beispiel wenn die reguläre Betreuung ausfällt.
Je nach Situation und Absprache bereiten sie auch Mahlzeiten zu,
übernehmen leichte Tätigkeiten im Haushalt und bringen bzw.
holen die Kinder von der Schule oder Einrichtung.
Die Betreuung findet meist im Haus der Familie statt.
Notfallbetreuer sind bei den folgenden Situationen besonders hilfreich:
- bei sehr kurzfristigem Betreuungsbedarf,
- wenn die reguläre Betreuung ausfällt, zum Beispiel der Kindergarten geschlossen ist,
- wenn das Kind oder die Mutter krank ist,
- wenn Eltern kurzfristig veränderten oder höheren Betreuungsbedarf haben,
zum Beispiel wegen einer Dienstreise oder einer Fortbildung,
- wenn das Kind in seiner gewohnten Umgebung betreut werden soll.
Qualifikation der Notfallbetreuer
Die Qualifikation von Notfallbetreuern ist unterschiedlich:
Viele haben Erfahrung durch die Betreuung eigener Kinder,
manche berufliche Erfahrung, zum Beispiel als Kinderpfleger/-in
oder Erzieher/-in.
Kosten und Beschäftigungsarrangements
Die Kosten für Notfallbetreuung sind regional sehr unterschiedlich.
Bei Krankheit übernimmt in bestimmten Fällen die Krankenkasse die Kosten.
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